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#3

Da ist er nun... Mein zweiter Babybauch!

Was im Vergleich anders ist gegenüber der ersten Schwangerschaft?

 

Etwas vom Schönsten war wohl, dass wir diesmal einer Person mehr, nämlich unserer Tochter und somit unserem Lebensmittelpunkt mitteilen durften, dass sie sich auf ein Geschwisterchen freuen darf. Wir könnten uns nicht glücklicher schätzen, dass wir vor ein paar Monaten einen weiteren positiven Schwangerschaftstest in den Händen halten und uns über ein weiteres Wunder freuen dürfen. Und diese lebensverändernde und total überraschende Nachricht unserem ersten Liebling verkünden zu dürfen. Wow - ja da blieb kein Auge trocken. Freudentränen füllten Papa’s und Mama’s Augen. In wie weit ein Kleinkind dies wirklich versteht, bleibt wohl ein ungelöstes Rätsel ;-) Luna streichelt jedoch immer wieder und wirklich täglich mit Freude und ganz sanft meinen Bauch und küsst ihn. Manchmal hält sie ihren Kopf an meinen Bauch und horcht, als ob sie darauf wartet etwas vom Geschwisterchen erzählt zu bekommen. Und dann ist da diese Welle der Wärme, riesige Freude und unendlicher Stolz, der fest mein Mamaherz umgibt und es stärker schlagen lässt. Freunde und Bekannte fragen mich oft, was denn diesmal anders sei als in der ersten Schwangerschaft und dann begebe ich mich auf Zeitreise und das Vergleichen beginnt. Vieles begann genau gleich wie bei unserer Erstgeborenen, ich merkte zum Beispiel anhand der gleichen Anzeichen schon einige Tage vor Ausbleiben der Regel, dass ich wieder schwanger bin. Die Glücksgefühle sind gleich stark wie beim ersten Mal, Aber - ja leider gibt es dieses grosse ABER. Aber ich weiss diesmal nicht immer in welcher Schwangerschaftswoche ich bin, die Schwangerschafts-App wird nicht täglich mehrmals aufgerufen, manche Tage gar nicht. Denn die Wochen dieser Schwangerschaft rasen an mir vorbei und der Bauch wächst ebenso schnell. Ja der liebe Babybauch, diesmal hat man ihn sehr früh wahrnehmen können, was das verheimlichen in den ersten Monaten ziemlich schwierig gemacht hat. Unsere kleine Grosse beansprucht ihre Mama voll und ganz, was sehr schön ist und ich um nichts in dieser Welt tauschen möchte. Mama-Sein, das ist das was ich immer sein wollte. Und dennoch plagen mich immer wieder Schuldgefühle und schlechtes Gewissen... Denn diesmal nehme ich mir nicht die gleiche Zeit für das kleine Wunder das in mir heranwächst wie in der ersten Schwangerschaft. Ich stöbere nicht stundenlang in Schwangerschaftsratgebern. Auch Rituale wie das abendliche Einölen des Babybauches bleiben auf der Strecke. Diesmal bin ich einfach so viel müder als beim ersten Mal. Die täglichen Kinderspielplatzbesuche, das Herumtoben im Freien, die langen Herbstspaziergänge fordern ihren Tribut bei mir und abends sinke ich erschöpft auf unser Sofa und schwelge in Erinnerungen, wie es beim ersten Mal war. So viel Zeit habe ich in das Planen der Zimmereinrichtung investiert, beinahe täglich habe ich im Internet nach schönen Teilen für das Baby geschaut oder wollte es immer und überall in die Welt herausschreien, dass ich endlich schwanger bin und wir endlich Eltern werden! Aber diesmal nehme ich die Schwangerschaft viel unbewusster wahr, die ersten Monate vergass ich in so manch stressigem Moment, dass da ein kleines Geschöpf in mir heranwächst. Aber dann hat mich der immer grösser werdende Babybauch oder Luna’s „Mämmi“ mit Fingerzeig auf meinen Bauch immer wieder schnell daran erinnert. Und allen Schuldgefühlen zum Trotz: Unsere Tochter dankt es mir jeden Tag mit ihrem Lächeln und ihrer stetigen Zufriedenheit, dass ich für sie da bin, Dass sie sich egal was mit und in mir geschieht auf mich verlassen kann und in Momenten der Ruhe bin ich dann mit all meiner Aufmerksamkeit bei unserem kleinen Schatz in meinem Bauch. Ich streichle dann wirklich bewusst über meinen Bauch und rede mit ihm und male mir die Zukunft zu Viert aus. Was werden wohl Luna’s Worte als grosse Schwester sein, wenn sie dich das erste Mal sieht und bewundern kann? Wie oft werdet ihr zwei unser Badezimmer in ein Planschbecken verwandeln und Streiche gegen eure Eltern aushecken? Also ja, was soll ich euch sagen? Das zweite Mal schwanger sein ist wirklich anders (bestimmt auch jedes weitere Mal), denn die Zeit und damit die ganze Schwangerschaft verfliegt viel schneller und eben auch unbewusster. Aber ist das nicht der Lauf der Zeit? Geht es nicht allen Mehrfach-Mamas gleich? Es ist manchmal schwierig mit dem schlechten Gewissen… Aber eine Schwangerschaft ist immer ein Wunder (egal zum wie vielten Mal!) und wir sollten diesem Wunder in ruhigen und stressfreien  Momenten trotzdem hin und wieder unsere volle Aufmerksamkeit schenken. Denn wie alles andere auch, hat jede Schwangerschaft ihr Ende - ein wunderbares Happyend und neue Kapitel mit vielen neuen Geschichten beginnen.

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Kommentare: 2
  • #1

    Isabelle a. (Donnerstag, 25 Oktober 2018 07:40)

    Sarah... Wunderschön gschribu! Wahri worti. Ich ha das eu immer eso empfundu ine schwangerschafte. Eu mit dum schlächtu Gwissu - aber ich gleubu, das zeigt doch, wiä sehr wier iischi wunder liäbe. Dü bisch en wunderbari mama wa en super "Job" macht! �
    Freuo mi uf dine negscht blogitrag. Glg

  • #2

    Sarah / Mämmi.ch (Donnerstag, 25 Oktober 2018 11:16)

    Liebi Isabelle, Danke vielmal fer der lieb Kommentar. Äs freut mi sehr, dass mine Blog gläsu wird und andri Mammini schich mit mine Texte chennent Identifizieru. Cha das Komplimänt nur witergä: dü bisch en super tolli Mama und machsch dine Job eifach nur perfekt.
    Alles Lieba, Sarah
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